Die Vorschau 2013
auf das Hirzbacher Kulturprogramm
auf das Hirzbacher Kulturprogramm

Christine Högl, Harfenistin aus Ortenberg, gibt am 23. Juni ein Vollmondkonzert (s. Kalender!) in der Hirzbacher Kapelle

"Der hessische Landbote" - der Titel des Flugblatts klingt ja noch recht unverfänglich. Doch die Schlagzeile riecht dann nach Revolution: "Friede den Hütten! Krieg den Palästen!". Was der Student Georg Büchner im Jahr 1834 verfasst ist ein flammender Aufruf an das Volk, den Tyrannen davonzujagen. Der Gewalt der Worte setzt dieser die Staatsgewalt entgegen. Der steckbrieflich gesuchte Büchner flieht ins Ausland - für den Rest seines kurzen Lebens. Sein dichterisches Werk lebt bis heute.
"Der hessische Landbote" ist das zornigste Stück deutscher Literatur. Anläßlich des 200. Geburtstags Büchners (1813-1837) gibt der junge Frankfurter Schauspieler Isaak Dentler diesem revolutionären "Landboten" in einer szenischen Lesung Stimme und Gestalt.
Eigenproduktion der Hirzbacher Kapelle. Datum vormerken: 30. Juni 2013

Annette Wildenhues, Geigerin aus Schöneck, kommt am 11. August mit ihrem Trio zum Freejazz-Konzert in die Hirzbacher Kapelle

Karin Schilling (li.) und Andrea Güthge aus Schöneck stellen Ende September neue Malerei + neue Fotografie in der Hirzbacher Kapelle aus
Der Rückblick 2013
9. Mai: Ulrich von Wrochem in der Hirzbacher Kapelle - Kunstgenuss mit Bratsche
Mit einem Frühlingskonzert eröffnete der Bratschist Ulrich von Wrochem das Kulturprogramm in der Hirzbacher Kapelle.
Ulrich von Wrochem, weltreisender Meisterbratschist, war nach vier Jahren erneut in Hirzbach zu Gast. Der 1944 geborene Künstler studierte in Berlin und Detmold und war schon mit 22 Jahren Solist an der Berliner Oper, beim Bayerischen Rundfunk und an der Mailänder Scala. Neben Soloauftritten, Konzerten in aller Welt und Plattenaufnahmen gibt er Meisterkurse in Europa, Asien und Amerika.
Am Vorabend des Himmelfahrtstages von einer Asienreise zurückgekehrt spielte er Werke die Suiten Nr. 2 und 3 von Johann Sebastian Bach, die Suite Nr. 1 von Max Reger und die unvollendet letzte Suite von Ernest Bloch.
Als Bratschist gehört von Wrochem zu der Generation von Musikern, die sich als Interpreten verstehen, die immer auch eigene Kompositionen zur Aufführung bringen. In Hirzbach bezog er die gesamte Kapelle und den ehemaligen Chorraum in seine Improvisation mit ein.
Zu Beginn seines Auftritts hat er augenzwinkernd den Veranstaltungstitel korrigiert.
Die Flügelfenster zum Chorraum geöffnet nannte er seinen Auftritt ein Konzert von Solo-Bratsche mit Vogelstimmen.
Von seiner einfühlsamen Interpretation und seinem großen Können war das Hirzbacher Publikum begeistert.